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Rollwiderstand

Rollwiderstand

 
Die Rollwiderstände der Reifen können erhebliche Unterschiede aufweisen. Ein Unterschied von etwa 40 % beim Rollwiderstand entspricht einem Unterschied von etwa 6 % beim Kraftstoffverbrauch. Ein Autofahrer kann zugleich die Umwelt schonen und Geld sparen. Bei den gegenwärtigen Kraftstoffpreisen ist der Verbraucher in der Lage, seine Kraftstoffaufwendungen um etwa 300 Euro bei 40 000 km zu reduzieren, wenn er einen in Bezug auf den Rollwiderstand wirtschaftlicheren Reifen wählt. Durch die Reifenwahl mit Köpfchen und einen ruhigen Fahrstil verringert der Verbraucher die durch seine Fahrzeugbenutzung verursachten Kohlendioxidemissionen erheblich.

Unter Rollwiderstand wird die Energie, die während der Fahrbahnberührung des Reifens in der sich vollziehenden Formänderung verbraucht wird, verstanden. Der Reifenaufbau und die Materialien können diese Formänderung und die hierfür erforderliche Energiemenge beeinflussen. Faktoren, die den Energieverbrauch vermehren, sind beispielsweise die Temperatur, der Luftdruck, die Belastung und der Verschleiβgrad des Reifens sowie der Luftwiderstand und die Strömungen, die aus dem Fahrtempo entstehen. Auch eine 0,5 mm tiefe Wasserschicht auf der Fahrbahn kann den Rollwiderstand um 50 % erhöhen.

Der Rollwiderstand des Reifens beeinflusst die Umwelt während des ganzen Lebenszyklus des Reifens. Je leichter der Reifen rollt, desto weniger Kraftstoff wird verbraucht und desto weniger Kohlenemissionen werden verursacht. Die Gröβe des Widerstandes wird durch den Rollwiderstandskoeffizienten angegeben. Je gröβer der Koeffizient, desto schwerer rollt der Reifen. Der Rollwiderstandswert bei modernen Reifen beträgt im Durchschnitt 1 – 1,2.

Lediglich 20 – 30 % der im Kraftstoff enthaltenen Energie dient dazu, das Auto in Bewegung zu versetzen. Diese Energie wird auβer bei Beschleunigungs- und Bremsvorgängen vor allem beim Überwinden des Roll- und Luftwiderstandes verbraucht.